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Markenbotschafter & Corporate Influencer und warum so wenig Führungskräfte/CEOs twittern – @klauseck im #Cebit18 #Livestudio #IBM

Klaus Eck von der Agentur d.Tales plädiert für die Heranbildung von Markenbotschaftern. Hier liegt eine große Chance, die Themen der Unternehmen auf breite Füße zu setzen und richtig gutes Storytelling zu machen.

„Dafür braucht man Köpfe und Sichtbarkeit. Das schafft man nur, in dem man nicht nur tolle Geschichten entwickelt, sondern auch über die Netzwerke der Mitarbeiter verteilt“, so Eck.

Wie das gelingt, skizziert er in einem Interview mit Nick Marten, der für den Onlinehändler Otto ein Jobbotschafterprogramm aufgesetzt hat:

„Unternehmen und speziell Kommunikatoren sollten lernen, mehr loszulassen. Uns ist bewusst, dass sich das sehr leicht sagt, in der Umsetzung jedoch viel Energie und Überwindung kostet. Aber: Die einstige Kommunikationshoheit gibt es nicht mehr.“

Barcamps für Kommunikationsexperimente

In Zukunft gehe es vielmehr darum, mehr Mitarbeiter zur Kommunikation zu befähigen.

„Und dabei sollten wir Kommunikatoren gar nicht erst versuchen, den Menschen irgendetwas aufzuzwingen, ihnen Botschaften zu diktieren oder sie zu Werbesprech- oder PR-Maschinen machen zu wollen“, sagt Marten.

Wie gelingt das?

Eck gibt im prmgazin-Interview eine leicht umzusetzende Empfehlung: Schickt Mitarbeiter zu Barcamps, also zu Unkonferenzen, wo die Teilnehmer gleichzeitig auch Programmgestalter sind. Dort kann man Formate ausprobieren, kommt mit der Netz-Community ins Gespräch und kann lernen, wie Community-Management im Internet abläuft. Für das eigene Unternehmen und im Dialog mit Kunden. Motto: Eat your own dogfood – gilt übrigens auch für den Einsatz von Collaborations Tools 😉 Nicht nur über Digital Relations reden, sondern auch praktizieren.

Content-Silos abschaffen

Das reicht allerdings nicht aus. Wichtiger Tipp der PR-Expertin Kerstin Hoffmann an Unternehmen. Verabschiedet Euch von der Fachbereichsdenke.

„Trennt man das Content-Marketing streng von der PR und diese wiederum von Social-Media-Aktivitäten, so bleiben Content-Silos bestehen, die in der Summe viel zu schwerfällig sind, um die gewünschten Stakeholder zu erreichen und vor allem in Gespräche mit diesen einzutreten.“

Organisationen sollten endlich begreifen, dass praktisch alle ihre Mitarbeiter mittlerweile in sozialen Netzwerken präsent sowie in Messengern mit anderen verbunden sind.

„Hier werden sie eben auch in ihrer beruflichen Funktion wahrgenommen und sind daher, gewollt oder ungewollt, Markenvertreter“, schreibt Hoffmann.

Wer das ignoriert, überlässt die Außenwirkung dem Engagement und dem mehr oder weniger zufälligen individuellen Kommunikationstalent der Mitarbeiter als den wichtigsten Schnittstellen in die Öffentlichkeit. Das Notiz-Amt ist ja ein Fan des Zufalls. Aber an dieser Stelle sollte man die Expertisen in den eigenen Reihen gezielt an die Netzöffentlichkeit bringen.

Mit Klaus Eck werden wir das in unserem Cebit-Livestudio vertiefen. Am Freitag, den 15. Juni, um 11:30 Uhr: Markenbotschafter & Corporate Influencer und warum so wenig Führungskräfte/CEOs twittern.

Man hört, sieht und streamt sich in Hannover 🙂

Ausführlich nachzulesen auf ciokurator.com.