Digitales Deutschland

Wissenschaftspolitisches Dilemma: Spitzenforschung oder Massenuniversität in Zeiten der Digitalisierung? @lietzkow @c_netz im #Cebit18 #Livestudio #IBM

Im hochschulpolitischen Diskurs wird viel fordert, aber die Realität in den Ländern sieht anders aus – vor allen Dingen in den mittleren und kleineren Unis anders aussieht. Man darf eben die TU München oder auch die RWTH Aachen nicht als Standard ansehen. Das macht Politik aber allzu häufig und sieht nicht die Folgen der Fehleinschätzung. Wir brauchen eine breite Spitze, die die Unis nur dann darstellen können, wenn man die Anforderung steigert, die Karrierepfade neu definiert und vor allem Forschung sowie Transfer neu bewertet – bis zur Frage der Zugänglichkeit zu Forschungsmitteln.

Die Realität sieht aber so aus: Mehr Studierende = mehr (kurzfristiges) Geld. Und das kann nicht gutgehen, da dann die Forschenden (welche auch lehren) zu sehr mit Masse statt Klasse arbeiten müssen. Da liegt der Hase im Pfeffer. Die Digitalisierung ist dabei vielleicht zu kurz gesprungen. Vielleicht wäre es sogar gut, von der Post-Digital-Gesellschaft zu sprechen.

Wir sind schon seit den 1970ern digital, heute aber ganz anders vernetzt und Wissenschaftszugang ist deutlich schneller, leistungsstärker und größer. Es fehlt aber am Mut, dieser Vernetzung so Rechnung zu tragen, wie man es technisch und auch aus Forschungsperspektiven heraus könnte.

„Mich wundert seit Jahren, dass die Forschung zu Wissenschaftspolitik und den Wissenschaftssystemen hier beharrlich schweigt, wo doch das Dilemma offenkundig und offensichtlich ist“, so Jörg Müller-Lietzkow, C-Netz-Sprecher.

Wir werden das Thema mit ihm besprechen. Am Freitag, den 15. Juni, um 15 Uhr in unserem #Cebit18 #Livestudio.